Patriarchenwahl unter dem Joch des Krieges – Syrisch-Orthodoxe Synode wählt ihr neues Oberhaupt in Beirut statt Damaskus

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Patriarchenwahl unter dem Joch des Krieges – Syrisch - Orthodoxe Synode wählt ihr neues Oberhaupt in Beirut statt Damaskus – Patriarch Ephräm II. Karim wird 123. Patriarch auf dem Stuhle Petri von Antiochien

Warburg/Beirut (31.03.2014)

Unter der Leitung Seiner Seligkeit Mor Baselius Touma und des Locum Tenens, dem Statthalter, der während der Sedisvakanz die Amtsgeschäfte des Patriarchats leitet, fand die Wahl des Oberhauptes der Syrisch-Orthodoxen Kirche statt. Die Heilige Synode hatte in ihrer Tagung vom Mittwoch, den 26.März 2014 gemäß Artikel 33 der Kirchenverfassung den Termin für die Zusammenkunft zur Wahl eines neuen Patriarchen auf Montag, 31. März 2014, 10 Uhr Ortszeit (11Uhr, MEZ) festgelegt.

Die Heilige Synode, bestehend aus dem Katholikos, Seiner Seligkeit Mor Baselius Touma, und weiteren 35 Bischöfen der Syrisch-Orthodoxen Kirchen von Antiochien aus der ganzen Welt, war ursprünglich zusammengetroffen um den Trauerfeierlichkeiten, sowie der Beisetzung des reich gesegneten Patriarchen, Seiner Heiligkeit Moran Mor Ignatius Zakka I. Iwas, teilzunehmen.

Angesichts der schwierigen Situation im Nahen Osten, insbesondere den Kriegswirren in Syrien und der immensen Herausforderungen für Kirche angesichts des Massenexodus verwunderte die schnelle Wahl kaum. Diözesanratsvorsitzender Dr. Raid Gharib hatte sich diesbezüglich bereits in der lezten Woche geäußert: „Dass die Kirchenväter der Heiligen Synode einen so frühen Termin gewählt haben, ist bemerkenswert. Ich verstehe das als Zeichen: man will die Kirche möglichst schnell wieder voll handlungsfähig machen. Sie soll unter eine starke Führung gestellt und die Zeit der Sedisvakanz möglichst kurz gehalten werden.

Patriarchenwahl am Montag

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Heilige Synode der Syrisch-Orthodoxen Kirche legt Termin für die Wahl des neuen Patriarchen fest. 

Warburg/Beirut (27.03.2014). Der Termin für die Wahl des neuen Patriarchen für die Syrisch- Orthodoxe Kirche von Antiochien steht fest. Am Freitagmorgen, den 21.03.2014 war Seine Heiligkeit Moran Ignatius Zakka I. Iwas nach langer schwerer Krankheit während eines Kuraufenthaltes in Kiel/Deutschland verstorben. Mitglieder der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien und Gläubige aus der ganzen Welt nahmen am 22. und 23. März 2014 im St. Jakob Kloster in Warburg/Deutschland Abschied von Seiner Heiligkeit. Der Patriarch war dort für zwei Tage aufgebahrt gewesen. Der entschlafene Leib Seiner Heiligkeit des Patriarchen wurde am Dienstag nach Beirut/Libanon überführt, wo in diesen Stunden die zentralen Trauerfeierlichkeiten stattfinden. Am Donnerstag in den frühen Abendstunden wird S.H. nach Syrien überführt, wo er anschließend auf eigenen Wunsch hin im Mausoleum der Sankt Peter & Paul Kirche in Maarrat Saydnaya in der Nähe von Damaskus/Syrien beigesetzt wird. Während diesen Trauerfeilichkeiten tagte die Heilige Synode am Mittwoch, 26. März 2014 in Libanon, um den Locum Tenens zu wählen - den Statthalter, der während der Sedisvakanz die Amtsgeschäfte des Patriarchats leiten wird. Seine Eminenz Mor Severius Hawa, Erzbischof von Bagdad und Basra, ist der Locum Tenens, der laut Kirchenverfassung die Amtsgeschäfte führen und die Wahl des nächsten Patriarchen leiten wird. Nach der Wahl des Locum Tenens wurde nun der Termin für die Zusammenkunft zur Wahl eines neuen Patriarchen auf Montag, 31. März 2014, 10 Uhr Ortszeit (11 Uhr, MEZ) festgelegt. Die beiden Erzbischöfe aus Deutschland, Diözesanbischof Philoxenus Mattias Nayis, und der für Ökumene verantwortliche Erzbischof, Julius Hanna Aydin, sind im Libanon und wohnen den Synodalsitzungen und den Trauerfeierlichkeiten bei. Diözesanratsvorsitzender Dr. Raid Gharib: „Laut Kirchengesetz muss die Synode binnen einer Woche tagen, um die Sitzungen zur Wahl eines Nachfolgers zu bestimmen. Dass die Kirchenväter der Heiligen Synode einen so frühen Termin gewählt haben, ist bemerkenswert. Ich verstehe das als Zeichen: man will die Kirche möglichst schnell wieder voll handlungsfähig machen. Sie soll unter eine starke Führung gestellt und die Zeit der Sedisvakanz möglichst kurz gehalten werden.“ Pressestelle der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland

Abendgebet und Shahro in Berlin

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Am Samstag den 15.03.14 kurz vor 17Uhr wurde Erzbischof Mor Philoxenus Mattias mit Raban Stefan, David Aslan und Daniel Elias von den 4 berliner Gemeinden (Mor Jacob, Mor Afrem, Mor Izozoyel und Mor Dodo) in der Mor Afrem Kirche mit „To Bashlom“ empfangen.

Es fand die einstündige Abendmesse statt. Anschliessend wurde in den Räumlichkeiten der Mor Afrem Kirche gemeinsam gegessen. Danach saß man wieder gemeinsam in der Kirche und der Shahro begann gegen 18:45Uhr mit „ral tarhayk rito“ und „ebke webke“. Mor Philoxenus hielt eine Rede über das Fasten. Weiterhin sprach Mor Philoxenus von der Liebe und Vergebung. Während seiner Rede trat gegen 19:30Uhr Mor Julius Hanna Aydin in die Kirche ein. Nach Ende der Rede von Mor Philoxenus wurde gemeinsam „rit suryoyto“ gesungen. Auch Mor Julius hielt eine kurze Rede über die das große Fasten und der Liebe des Nächsten. Nach Ende der Rede von Mor Julius las der Pfarrer der Mor Afrem Kirche Kashisho Ilyaz Tozman sein selbstgeschriebenes Gedicht an seine Eminenz Mor Philoxenus Mattias Nayis. Gegen 19:55Uhr gab es eine offene Fragenrunde bzgl. des Fastens und Fastenzeit .

 

Oberhaupt der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien verstorben

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Patriarch Moran Mor Ignatius Zakka I. Iwas im Alter von 81 Jahren in Kiel verstorben.

Mit großer Trauer und tiefer Bestürzung hat die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien die Nachricht des Verlustes seiner Heiligkeit, dem Patriarchen Moran Mor Ignatius Zakka I. Iwas erhalten. Am Freitag, dem 21.03.2014 erlag das 81-Jährige Oberhaupt am Vormittag, um 11 Uhr einem Herzinfakt in Kiel.

Gerade vor dem Hintergrund der Ereignisse im Nahen Osten und des Bürgerkriegs in Syrien ist dies ein herber Verlust für die Gläubigen im gesamten Nahen Osten und in der ganzen Welt. Das Oberhaupt der Syrisch-Orthodoxen Kirche war ein herausragender Vertreter der Christen in Syrien.

,,Für die Syrisch-Orthodoxe Kirche wiegt der Verlust des Heiligen Vaters gerade in dieser Zeit besonders schwer. Für mich persönlich ist mein Vater im Geiste, dem ich fast zwei Jahrzehnte gedient hatte, von uns gegangen.‘‘ reagiert seine Eminenz Mor Philoxenus Mattias Nayis in einer ersten Stellungnahme

Wir bitten den Herrn um seinen Beistand in dieser schwierigen Zeit

 

 

Geboren am 21.April 1933 im irakischen Mosul, war seine Heiligkeit, Patriarch Moran Mor Ignatius Zakka I. Iwas stets ein treuer Diener der Kirche gewesen. Nach seinem Priesterseminar und seiner Mönchsweihe in den 50er Jahren, folgte nach abgeschlossenem Studium der Theologie und Englisch in New York seine Weihe zum Bischof im Jahre 1960. Dabei stand er der Erzdiozöse in Badgad und Basra vor. Am 11. Juli 1980 wählte ihn die Synode der Syrisch-Orthodoxen Kirche zum Nachfolger des verstorbenen Patriarchen Mor Ignatius Yaqub III. Er diente seiner Kirche 34 Jahre lang als Oberhaupt. In die Amtszeit seiner Heiligkeit fiel eine weitreichende Vereinbarung der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien und der Römisch-Katholischen Kirche im Jahr 1984. Patriarch Ignatius war darüber hinaus für seine aktive Beteiligung in der ökomenischen Bewegung bekannt und geschätzt.

SOKAD Jugend - Westfalen Sitzung

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Am 16.03.2014 fand in der St.Lukas Kirche in Gütersloh unter der Leitung des SOKAD Jugend Vorstands die dritte SOKAD Jugend-Westfalen Sitzung statt, in welcher kurz über die positiven Rückmeldungen des 1-jährigen SOKAD Jugend Jubiläums gesprochen wurde. Zudem wurde das große Dankeschön von Seiner Eminenz Mor Philoxenus Mattias Nayis an alle Helfer ausgerichtet.

Die Tagespunkte für diesen Abend waren...

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